Karfreitag

Christus sehnt sich nach jenen, die in sein Reich gehören. Jene Wesen, die ihm von Luzifer streitig gemacht worden waren. In sein Reich sollen sie zurückkehren. Er hatte sich entschlossen, hierfür jedes Opfer auf sich zu nehmen, jede Aufgabe zu erfüllen. Hierf├╝r musste er kämpfen. Er musste Mensch werden und wurde den Menschen in allem gleich: Das heisst, er fühlte wie die Menschen er verspürte Schmerzen wie sie. Auf diese Weise brachte er das grosse Opfer dar; denn unter Schmerz und Leid erfüllte er die so bedeutungsvolle Aufgabe zur Erlösung der Menschheit. Er hat bewiesen, dass er selbst in schwerster geistiger Bedrängnis und unter höchsten körperlichen Qualen Gott die Treue zu halten vermag. So stellt der Karfreitag den schmerzvollen Höhenpunkt seiner Opferbereitschaft dar. An diesem Tag erinnern wir uns an seine Kreuzigung, bei der er nicht nur unter grössten körperlichen Qualen zu leiden hatte, sondern vom Widersacher auch geistig bis zum Äussersten versucht wurde.

Bedenken wir doch, dass sich Christus aus grosser Liebe und Barmherzigkeit für diese Welt hingab! Mitleid empfand er mit uns, den leidenden Geschwistern, die wir getrennt von ihm, - unseren Verfehlungen entsprechend - in dunklen Sphären zu leben hatten und die er um jeden Preis befreien wollte.
Christus verlangte es, sie alle wieder zu sich zu ziehen, sie bei sich vereint zu haben. Sie alle sollten wieder in die Lebensgemeinschaft mit ihm gelangen. Es gäbe kein Zurück in Christi Reich, wenn er nicht durch sein Leiden und Sterben für die Gefallenen das Tor zum Himmel wieder geöffnet hätte. Christus sagte: “Ich bin nicht gekommen, um zu richten, sondern um zu retten.” Er hat die Menschheit errettet, indem er ihr die Gesetze des Himmels, der Harmonie und des Einsseins mit Gott wieder näher gebracht hat. In Demut und Bescheidenheit, voller Wohlwollen und Sanftmut hat er der Menschheit mit seinem eigenen Leben gezeigt, was es für ein gottgefälliges Leben bedarf: Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Gehorsam.